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Zeitzeuge erzählt aus seiner Kindheit in den 30er und 40er Jahren

Düren, den 11.12.19

Düren. In diesem Jahr, 75 Jahre nach der Zerstörung der Stadt Düren beim Bombenangriff der Alliierten im Zweiten Weltkrieg, wird in Düren auf vielfältige Weise dieses Ereignisses und seiner Ursachen gedacht und Erinnerungskultur neu diskutiert und definiert. Neben der großen gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Stadt- und Kreisarchiv Düren mit dem Museum Zitadelle Jülich gibt es auch in der VHS Rur-Eifel zahlreiche Beiträge zu dem Thema. Einer davon war ein Abend mit dem Zeitzeugen Reiner Bülkens.

Fachbereichsleiter Dieter Bergheim hatte Zeitzeuge Reiner Bülkens in die VHS Rur-Eifel eingeladen, Foto: Stadt Düren

Fachbereichsleiter Dieter Bergheim hatte Zeitzeuge Reiner Bülkens in die VHS Rur-Eifel eingeladen, Foto: Stadt Düren

1932 in Aachen geboren und später nach Düren gezogen, erlebte er die Zeit des Nationalsozialismus als Kind mit. „Ich bin froh, einen Zeitzeugen gefunden zu haben, der bereit ist, über diese Jahre zu sprechen“, unterstrich Fachbereichsleiter Dieter Bergheim in seiner Einführung. Er stellte dem Abend ein Motto von Richard von Weizsäcker voran: „Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.“

Reiner Bülkens erzählte anschaulich Geschichten, die ihm selber passiert sind und die er direkt oder indirekt erlebt hat, wie Schikanen gegen jüdische Nachbarn, fanatische nationalsozialistische Lehrer und Kinderlandverschickung. Am Ende seiner Erzählungen, die den Anstoß für eine Diskussion gaben, begründete er, warum er als Zeitzeuge unterwegs ist: Man muss die Erinnerung wach halten. Nur so kann man etwas tun, zum Beispiel gegen Antisemitismus und rechtsradikale Parolen. Damit war er ganz bei dem Ausspruch von Richard von Weizsäcker angekommen.

 

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