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Erinnerungen an Yannic

Düren, den 14.12.16

Düren. Anna Werner, seit vielen Jahren Mitarbeiterin im Haus der Stadt Düren, las in der Stadtbücherei aus ihrem ersten Buch „Wie ein kurzer Sonnenstrahl“, der das Leben mit ihrem Sohn Yannic beschreibt, der mit schwersten Behinderungen geboren wurde und nach vier Jahren starb. Sie erzählt in einer klaren, anschaulichen Sprache und mit großem Einfühlungsvermögen, das die Leserinnen und Leser mitnimmt in diese Lebensgeschichte.

Anna Werner las in der Stadtbücherei Düren zum ersten Mal öffentlich aus ihrem Buch „Wie ein kurzer Sonnenstrahl“ und signierte anschließend ihre Bücher.

Anna Werner las in der Stadtbücherei Düren zum ersten Mal öffentlich aus ihrem Buch „Wie ein kurzer Sonnenstrahl“ und signierte anschließend ihre Bücher.

„Jeden Tag den Menschen die Würde und die Liebe zu geben, die sie verdienen, das ist eine große Herausforderung“, sagte Bürgermeister Paul Larue zur Eröffnung der Lesung. „Wir wollen Anna Werner zuhören und uns dem schweren Thema stellen, das sie hautnah miterlebt hat und als authentische Zeugin beschreibt.“
 
Die Autorin hatte für die Lesung, die ihre erste war, die Textstellen sehr gut ausgewählt: Beginnend mit der Freude über die Schwangerschaft und das Familienglück nach der Geburt, über den Schock der langsam dämmernden Erkenntnis, das mit dem Neugeborenen etwas nicht stimmt, bis hin zu den Bemühungen der Familie, trotzdem ein möglichst normales Leben zu führen, das schwerstbehinderte Kind optimal zu unterstützen und zu fördern und vor allen Dingen mit viel Liebe zu umgeben.
Obwohl Anna Werner die Schwierigkeiten, die dunklen Stunden und die Empörung über fehlendes Einfühlungsvermögen von Mitmenschen nicht verschweigt, sind es diese Schilderungen vom liebevollen Miteinander der Familie und ihrer großen Freude über dieses besondere Kind, die das Buch so lesenswert machen und die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Stadtbücherei bewegten. Die Reaktion auf die Lesung war sehr positiv. „Mich hat das Buch sehr beeindruckt und ich kann es nur empfehlen“, sagte Stadtbüchereileiterin Alexandra Oidtmann. „In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, Familien mit Kindern, die anders sind, in den Blick zu nehmen.“
Nach der Lesung wurden Anna Werner noch viele Fragen gestellt. Sie schilderte anschaulich, wie sie die Geschichte ihres Sohnes zuerst in viele Schulhefte niederschrieb. „Nach dem Tod meines Sohnes fand ich außer meinem Mann niemand, der mit mir über ihn reden wollte. Um mit all dem Erlebten fertig zu werden, musste ich es aufschreiben“, erzählte sie. „Es war mir ein großes Anliegen, von meinem Sohn zu erzählen, den wir sehr geliebt und nie vergessen haben!“
Angesichts des wachsenden Schulheftstapels kam ihr die Idee „Warum nicht ein Buch daraus machen?“ Die ersten Versuche, einen Verlag zu finden, scheiterten, bis vom hessischen Verlag Hartmut Becker die Rückmeldung kam: „Das passt genau in unser Verlagsprogramm.“ Inzwischen arbeitet Anna Werner an einem Roman über das Erwachsenwerden. Das Buch wird in Estland spielen, wo die Autorin, die in Russland geboren ist, aufwuchs.
„Ich habe gemerkt, dass mir das Schreiben liegt“, sagt die sympathische Autorin.
     
Das Buch „Wie ein kurzer Sonnenstrahl“ von Anna Werner ist im Buchhandel zum Preis von 14,80 Euro zu erwerben.

 

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